Ganz gleich, ob du einen Blogartikel, einen Presseartikel oder sogar ein Buch schreibst, der rote Faden, der den Leser durch den Text führt, ist wichtig, damit er folgen kann. Für einen Artikel mag das ja noch einfach sein, da gibt es – grob gesagt – eine Einleitung, einen Hauptteil und einen Schluss, wo noch mal alles zusammengefasst wird.

Schwieriger wird das schon bei einem Buch, aber gerade bei einem so großen Projekt ist es wichtig, einen roten Faden zu haben. Doch wie kannst du für dein Buch den roten Faden finden? Hier folgen ein paar Tipps:

  • Strukturiere deine Ideen für das Buch in einer Mind-Map. Mehr  zum Thema Mind-Map findest du hier. Oder nimm dir kleine Karteikärtchen oder Klebezettel, um deine Ideen in eine Reihenfolge zu bringen, die sinnvoll für dein Buch und für den späteren Leser ist. Mehr darüber habe ich in diesem Artikel geschrieben.
  • Wenn du die richtige Reihenfolge festgelegt hast, dann hast du eigentlich schon die Grundlage für deinen roten Faden.
  • Wichtig beim Festlegen der Reihenfolge ist, dass du dich in den zukünftigen Leser oder die Leserin hineinversetzt und dich fragst: Womit beginne ich am besten? Was passt gut als Einleitung, an den Anfang? Und welche Reihenfolge der weiteren Kapitel ist angebracht? Oftmals fängt man mit dem Einstieg in das Thema an und weitet es dann immer mehr aus, wird immer spezieller. Manche Themen geben die Reihenfolge auch vor. Wenn ich z. B. ein Buch schreibe über das Thema „Bücher schreiben“, dann fange ich auch nicht damit an, wie man den Text überarbeitet oder sein Werk veröffentlicht, sondern ich beginne erst einmal beim Thema „Materialsammlung“ oder mit Methoden, um überhaupt in den Schreibflow zu kommen. Für jedes Thema gibt es eine sinnvolle Reihenfolge.
  • Frag auch dein Herz oder deine Intuition, ob die Reihenfolge sinnvoll ist. Man kann vieles mit dem Verstand machen, aber es lohnt sich, auch mal nach innen zu horchen, ob da noch andere Impulse kommen.
  • Anschließend empfehle ich dir, gerade wenn du ein Sachbuch oder ein Ratgeber-Buch schreibst, schon (vorläufige) Kapitelüberschriften zu formulieren. Das macht es leichter, das Buch zu schreiben und sich dabei am roten Faden entlangzuhangeln.
  • Wenn du Unterthemen hast, dann ordne sie doch am besten auch noch den einzelnen Kapiteln zu, bevor du so richtig mit dem Schreiben loslegst.
  • Anschließend kannst du dich beim Schreiben von Kapitel zu Kapitel bewegen und gehst dadurch, dass du die Vorbereitungsarbeiten dafür geleistet hast, immer schön am roten Faden entlang.
  • Natürlich hat auch jedes einzelne Kapitel wieder einen eigenen roten Faden. Dort gibt es eine Einleitung, einen Hauptteil und einen Schluss, der noch mal das Wichtigste zusammenfasst. Auch hier solltest du vorher festlegen, wie deine Kapitel aussehen sollen. Es empfiehlt sich, eine einheitliche Struktur für alle Kapitel zu entwickeln, wie z. B.: Einleitung → These → Fallbeispiel, das die These untermauert  → Zusammenfassung.

Mit einem solchen roten Faden für das Buch und die jeweiligen Kapitel hat man schon mal eine gute Grundlage, um ein Buch zu schreiben, das später auch gerne in die Hand genommen und gelesen wird.